Was bedeutet Normalisierung im Bildungswesen?

Was ist Normalisierung Pädagogik?

Das Normalisierungsprinzip drückt aus, dass Menschen mit Behinderungen die Möglichkeit haben sollen, ein weitgehend normales Leben zu führen. Des weiteren sollte diese Personengruppe als vollständiges Teil der Gesellschaft anerkennt werden mit uneingeschränkten Rechten auf eine normale Lebensführung.

Was sind die Ziele des Normalisierungsprinzips?

Das Normalisierungsprinzip hat die Entfaltung der Persönlichkeit des Menschen mit einer Behinderung zum Ziel. Dies versucht man mit der Änderung der Lebensumstände zu erreichen. Wichtig ist dabei, dieses Ziel nicht über die „Veränderung“ der Person erreichen zu wollen; es darf kein „Normalsein“ aufgezwungen werden.

Ist das Normalisierungsprinzip noch aktuell?

Das Normalisierungsprinzip beinhaltet auch die Normalisierung der Lebensbedingungen von Menschen mit Schwerstbehinderung. In der Realität ist die Umsetzung bisher erst sehr langsam vorangekommen; z. B. wohnen in gemeindenahen Wohngemeinschaften oft nur „weniger schwer behinderte Menschen“.

Was versteht man unter Teilhabe?

Teilhabe wird als sozialpolitisches Konzept für Selbstbestimmung und Eigenverantwortung definiert und löst damit alte Konzepte der Fürsorge und Versorgung im Bezug auf Menschen mit Behinderungen endgültig ab.

Was ist die Krüppelbewegung?

Die „Krüppelbewegung“ ist eine Emanzipationsbewegung der 1970er Jahre, die sich aktiv dafür einsetzte, die soziale Benachteiligung von Menschen mit einer körperlichen Behinderung aufzuheben. Ihr Ziel war es Chancengleichheit und vor allem Selbstbestimmung in allen relevanten Lebensbereichen zu erreichen.

Wann spricht man von Inklusion?

Inklusion bedeutet, dass jeder Mensch ganz natürlich dazu gehört. Oder anders: Inklusion ist, wenn alle mitmachen dürfen. Egal wie du aussiehst, welche Sprache du sprichst oder ob du eine Behinderung hast. Zum Beispiel: Kinder mit und ohne Behinderung lernen zusammen in der Schule.

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