Ist die Kernfamilie noch wichtig?

Doch die Kernfamilie ist gerade für konservative Politik das gesellschaftliche Ideal geblieben. Und das färbt auf den gesellschaftlichen Umgang ab: Wer ab einem gewissen Alter keine Kinder hat oder noch nicht verheiratet ist, muss sich regelmäßig Fragen dazu gefallen lassen.

Was genau bedeutet Kernfamilie?

Mitte des vergangenen Jahrhunderts war die klassische Kernfamilie im Sinne des Soziologen Parsons, definiert als ein Ehepaar aus Vater und Mutter mit seinen leiblichen Kindern, (Parsons 1955) die alleinige legitime und vorherrschende Familienform.

Was sind die wichtigsten Familienformen?

Die bekannteste Familienform stellt die typische Vater-Mutter-Kind Familie dar. Doch um auch andere Familienzusammenstellungen wie Alleinerziehende oder homosexuelle Paare mit Kind zu berücksichtigen, spricht man von Familienformen.

Hat die traditionelle Familie ausgedient?

Fast drei Viertel aller Haushalte bestehen heute aus ein bis zwei Personen. Auch in Deutschland trifft diese Entwicklung tendenziell ärmere Familien. Es gibt kaum ein größeres Armutsrisiko als eine alleinerziehende Frau mit Kind zu sein.

Wie haben sich die Familienformen im Laufe der Zeit verändert?

Im Lauf der Jahrhunderte hat sich das Familienbild immer wieder verändert. Noch in den 1950ern war der Begriff „Familie“ viel enger gefasst als heute. Familie konnte und kann viel mehr sein als Vater, Mutter, Kind: Sippe, Stamm, Dynastie, Hausgemeinschaft oder Patchwork.

Was zählt alles zur Kernfamilie?

In der Soziologie beschreibt man die Kernfamilie als eine Abkehr der Großfamilie. Diese Kleinfamilie, früher auch Gattenfamilie genannt, besteht demnach aus Vater, Mutter und Kindern.

Wann spricht man von einer Kernfamilie?

Eine menschliche Kernfamilie (auch Gattenfamilie) besteht aus einer Mutter und einem Vater sowie ihren gemeinsamen leiblichen Kindern, die in einem Haushalt zusammenleben.

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Hat die traditionelle Familie eine Zukunft?

Im Zentrum des Lebens

Das traditionelle Familienbild wird auch in Zukunft kein Auslaufmodell sein. Insbesondere in Krisenzeiten, in denen der materiellere Wohlstand in Frage gestellt wird, erfahren immaterielle Aspekte und prosoziale Werte einen Bedeutungsgewinn.

Ist die traditionelle Familie überholt?

Das Zusammenleben von Vater, Mutter und Kind wird zum Auslaufmodell: In den vergangenen zehn Jahren ist die Zahl der Familien in Deutschland dramatisch gesunken – besonders im Osten.