Was ist ein Nachtrag im Recht?

Mit Nachtrag bezeichnet man im Vertragsrecht eine nachträgliche, nach dem ursprünglichen Vertragsschluss vorgenommene Änderung des Vertrags, speziell die nachträglich hinzugefügten Teile des Vertrags.

Wann ist ein Nachtrag erforderlich?

Verlangt ein Bauunternehmer eine höhere Vergütung für eine geänderte und/oder zusätzliche Leistung und/oder eine längere Bauzeit, entsteht ein Nachtrag.

Was ist ein nachtragsangebot?

Ein Nachtrag ist eine Leistungsforderung des Auftraggebers, die nicht im Vertrag vorgesehen ist. Im Rahmen eines Nachtrags hat der Auftragnehmer Anspruch auf besondere Vergütung. Vertragliche Bestimmungen und Vorgaben der VOL/B und VOB/B sind hierbei die Grundlage der Vergütung.

Wie schreibe ich einen Nachtrag?

Nachtragsangebot schreiben

Sobald Sie den Nachtrag angemeldet haben, müssen Sie ein Nachtragsangebot schreiben. Denn auch beim VOB Nachtrag gilt: Wer schreibt, der bleibt! In dem Nachtragsangebot legen Sie nachvollziehbar dar, warum Sie mehr Vergütung fordern und mit welchen Gründen Sie diese Forderung rechtfertigen.

Ist ein Nachtrag ein neuer Vertrag?

Während es beim BGB-Vertrag bei einem Nachtrag rechtlich gesehen um ein neues Vertragsverhältnis handelt, das auch separat abgerechnet werden kann, werden Nachträge im Rahmen eines VOB/B-Vertrages zum Ursprungsvertrag zugehörig, in die Vertragsabrechnung integriert.

Was ist ein Nachtrag nach VOB?

Nachträge und Nachtragsprüfung. Eine Besonderheit beim VOB-Vertrag ist, dass der Auftraggeber während der Bauausführung sowohl den Bauentwurf ändern als auch weitere zusätzliche Leistungen, die zur Erbringung der Vertragsleistung notwendig werden, anordnen darf.

  Welche Form hat eine eidesstattliche Erklärung?