Sollte ich die Abnabelung verzögern?

Wann sollte man Abnabeln?

Auch sechs Monate nach der Geburt sind die Eisenspeicher dieser Säuglinge noch höher als bei Kindern, die zu früh abgenabelt wurden. Vorgaben, wann der beste Zeitpunkt zum Abnabeln ist, gibt es nicht. Grundsätzlich sollte dies bei gesunden Babys aber erst nach 60 Sekunden erfolgen.

Wann soll man die Nabelschnur durchtrennen?

Nachdem das Baby eigenständig atmet und eine volle Blutmenge hat, endet das Pulsieren und die Nabelschnur erscheint weiß und schlaff. Es kann zwischen 3 und 7 Minuten dauern bis das Baby seine physiologische Blutmenge erlangt hat, aber dieser Vorgang kann für manches Baby durchaus länger andauern.

Warum spätes Abnabeln?

Die Nabelschnur wird später abgeklemmt, manchmal erst nachdem keine Pulsationen der Blutgefässe mehr sichtbar sind. Mit dieser Massnahme strebt man an, dem Kind eine Extraportion Blut mit auf den Weg zu geben: Das Blutvolumen lässt sich auf diese Weise um 30%, die Zahl der roten Blutkörperchen um 60% erhöhen.

Wie funktioniert das Abnabeln?

Unter der Abnabelung versteht man die Durchtrennung der Nabelschnur nach der Geburt. Die Nabelschnur enthält zwei Arterien, die Blut vom Kind zurück zur Plazenta (Mutterkuchen) leiten. Dieses Blut transportiert Kohlendioxid. Die Nabelschnurvene (Vena umbilicalis) versorgt das Kind mit Sauerstoff und Nährstoffen.

Wann abnabeln nach Geburt?

Lotus-Geburt (englisch: lotus birth) wird die Nabelschnur nach der Geburt möglichst steril und unabgeklemmt mit der entwickelten Plazenta am Neugeborenen belassen, um so die natürliche Abnabelung nach ca. 3–10 Tagen abzuwarten.

Wann nach der Geburt abnabeln?

Die beiden folgenden werden international am häufigsten verwendet (WHO–Guideline 2014): frühe Abnabelung (ECC – early cord clamping): 30 bis 60 Sekunden nach der Geburt. späte Abnabelung (DCC – delayed cord clamping): später als 60 Sekunden nach der Geburt oder nach Abschluss des Pulsierens der Nabelschnur.

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Welche Folgen hat das Abnabeln für das Neugeborene?

Belegt ist allerdings, dass die frühe Abnabelung die Eisenvorräte des Neugeborenen beschneidet, da ein größerer Blutpool in der Plazenta zurückbleibt. Wird das Durchtrennen der Plazenta um wenige Minuten hinausgezögert, fließt ein Großteil des Blutes zum Neugeborenen, dessen Blutvolumen um 30 bis 40 Prozent ansteigt.

Warum Lotusgeburt?

Lotusgeburt: Gibt es Vorteile? Verfechter der Lotusgeburt sagen, dass das natürliche Abfallen der Nabelschnur weniger traumatisch sei als das übliche Durchschneiden. Zudem fördere es die tiefe Bindung zwischen Mutter und Kind und erleichtere dem Kind den Eintritt ins Leben.